Lamagestüt
Die Faszination der Lamas zieht jeden voll in den
Bann. Das sanfte Wesen und die Bereitschaft mit dem Menschen zusammen zu
arbeiten, sind bestechende Gründe, Neuweltkameliden zu halten.
Lamas sind Herdentiere und als solche gut
sozialisiert. Daraus entsteht auch rasch eine enge Bindung gegenüber
uns Menschen. Obwohl sie Fluchttiere sind, zeichnet sie eine besondere
Beziehungsfähigkeit gegenüber dem Menschen aus. Ihre
natürliche Neugier macht es möglich, dass sie sich sehr rasch anpassen
und selbst von Kindern führen lassen.
Lamas stammen ursprünglich aus den Anden
Südamerikas, wo sie seit 6.000 Jahren als Tragtiere gehalten werden. Das
Lama ist größer als das Alpaka und viel kräftiger. Ein
ausgewachsener Hengst kann Lasten bis zu dreißig Kilo über eine
Strecke von 20km auch im Hochgebirge befördern. Eine Lama-Karawane ist
nicht eben schnell, aber sehr ausdauernd unterwegs.
Lamas und Alpakas werden geschoren, meist durch
eine so genannte Körperschur, der Hals und die Beine bleiben dabei
bewollt.
Sei haben feste Kotplätze
und verunreinigen ihre Weiden nicht durch unwillkürliches
Lösen.
Auffallend sind bei
Neuweltkameliden ihre Leichtfüßigkeit und ihre
graziösen Bewegungen.
Lamas beobachten stets ihre Umgebung. Durch
ihre Führigkeit zeigen sie ihr gutes Verhältnis zu uns
Menschen. Durch rohe, unfreundliche Behandlung werden sie verdorben,
sie zeigen sich dann äußerst störrisch und
widerspenstig.
Ein freundlicher Umgang ist eben
angemessen. Eine Lamakarawane kann deshalb auch mal nur von einem
Kind gelenkt werden, wenn das Kind versteht damit umzugehen.
Von der Farbe und Zeichnung
können Lamas alle möglichen Varianten aufweisen: von
reinweiß über alle braun-Töne und
grau-Schattierungen bis hin zu schwarz, gescheckt, mit Abzeichen,
Flecken und vielen bunten Farbvarianten.
Im peruanischen Hochland wurden
beide Lamaformen schon vor sechs bis siebentausend Jahren als
Haustiere gehalten und gezüchtet. Wobei Alpakas meist
halbwild in großen Herden zur Fleisch- und Wollgewinnung
gehalten werden, waren die Lamas schon immer mit dem Menschen
sehr verbunden. Lamas als Lasttiere ermöglichen den
Hochland-Indianern Handel zu betreiben und Dinge des Alltags zu
befördern.